Anekdoten
Kornhauskeller – unsere erste Konstante (Zupan) Wenn eine Verbindung nicht über ein eigenes Haus verfügt, braucht sie eine Konstante. In dieser finden fast alle Veranstaltungen statt: Kneipen und sonstige Konvente. Auch ist sie der Ort, wo ihre Couleurutensilien lagern: Die volle Chargen- und Kneipausrüstung. Die Reaktivierungsmitglieder hatten Glück bei der Suche nach einer Konstanten: Sie fanden in der Ulmer Innenstadt die Gaststätte Kornhauskeller. Östlich vom Münster gelegen, nur einen Steinwurf davon entfernt und günstig mit Straßenbahn oder Stadtbus zu erreichen. Dort fanden sie ideale Bedingungen vor: einen länglichen Kneipraum in ausreichender Größe, dazu im ersten Obergeschoß Platz für unsere Utensilien. Das Beste an diesem Haus waren jedoch die Wirtsleute, das Ehepaar Damhuis. Zu jeder Zeit waren wir dort und bei den Wirtsleuten gut aufgehoben, versorgt und angesehen. In den Zeiten, wo es noch keine Mensa an der Ingenieurschule gab, haben sie uns einen vergleichsweise günstigen Mittagstisch angeboten. Somit war die Konstante außerhalb der Kneipen ein täglicher Anlaufpunkt für uns. Es geschah zum Stiftungsfest des öfteren, dass sowohl Herr als auch Frau Damhuis der Badenia einen größeren Geldbetrag zuschoben, mit dem Hinweis, der jeweils anderen Seite nichts davon zu erzählen. Bald schon haben wir hier einen sonntagabentlichen Stammtisch eingerichtet. So konnten wir uns Sonntagabends nach der Rückreise von zuhause die Meisten kamen per Bahn angereist noch treffen und mussten nicht einsam in einer meist kalten und tristen Bude hocken. Zu diesem Stammtisch gesellten sich bald auch Farbenbrüder anderer Verbindungen: Aktive Farbenbrüder der Sängerschaft Arion, AHAH der Burschenschaft Minerva zu München, aber auch FBFB der FTV Horlogia zu Furtwangen ... und einige andere. Somit war der Kornhauskeller schon mehr als nur ein Treffpunkt zu unseren Kneipen: er deckte mit seinen anderen Möglichkeiten das ganze Spektrum unseres farbenstudentischen Daseins ab. Als dann einige Jahre später die Wirtsleute wechselten, wurde uns dadurch diese Grundlage entzogen und wir hatten daraufhin bald jedes Jahr eine andere Konstante, die aber allesamt unsere Ansprüche und Gewohnheiten aus den Zeiten des Kornhauskellers nicht im Ansatz erfüllten. Letztendlich führten diese Umstände dazu, dass wir uns um die Festungsanlage Stuttgarter Straße bemühten: Seit März 1975 sind wir nun in unserer Badenenburg, die wir zunächst gründlich renoviert und im Laufe der Jahrzehnte immer wieder optimiert haben. So lieb uns unsere "Burg" inzwischen geworden ist: wir alten Badenen denken manchmal immer noch wehmütig zurück an unseren Kornhauskeller!
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