Soziale Kompetenz
Vom “Ich” zum “Wir” – Was tun wir schon, was können wir noch tun? Weiterführende   Schulen,   insbesonders   wenn   sie   Technik   vermitteln,   lassen   bis   heute   weitere      Fähigkeiten außen   vor.   Hier   wird   fast   ausschließlich   Fachwissen   vermittelt.   Die   Vermittlung   weiterer   Fähigkeiten,   die   aus einem   Fachmann   einen   für   sich   und   den   Arbeitgeber   “erfolgreichen”   Mitarbeiter   oder   gar   eine   Führungskraft ausmachen,   sind   offenbar   weitgehend   der   Familie   und   der   Kirche   vorbehalten.   Wenn   wir   also   fürs   Leben   und nicht   für   die   Schule   lernen   sollen,   muß   mehr   getan   werden,   damit   aus   dem   Studium   erfolgreiche Absolventen hervorgehen. Die Grundbegriffe sind hier : Soziale Kompetenz   ( https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz ) >> “Soft Skliis” http://www.consens-consult.de/Sozialkompetenz-Weichei-oder Renditebringer_1_1_1__65_149.html Fachkompetenz   ( https://de.wikipedia.org/wiki/Fachkompetenz )   >> “Hard Skills” Fachwissen   wird   uns   auf   der   Hochschule   vermittelt,   und   wir   werden   am   Ende   ausschliesslich   darauf   geprüft. Mit “Fachkompetenz” hat das aber sehr wenig zu tun! “Soziale Kompetenz”  hingegen ist für die Hochschulen weißes Land ! Häufig   wird   angenommen,   dass   “Soziale   Kompetenz”   bereits   von   Geburt   auf   als   Grundmentalität   vorhanden ist.   Doch   das   ist   weit   gefehlt.   Soziale   Kompetenz   muß   Kindern   wie   auch   Jugendlichen   vorgelebt   werden. Viele   Eltern,   Lehrer   und   Führungskräfte   meinen   zu   wissen,   was   hiermit   gemeint   ist,   diese   sind   aber   nicht willens   oder   in   der   Lage,   diesbezüglich   einzuwirken   geschweige   denn   zu   vermitteln   –   man   hat   es,   oder   eben nicht!      Es   wird   als   gottgegeben   hingenommen,   ob   jemand   “sozial   kompetent”   ist   oder   nicht.   Somit   werden derlei   Eigenschaften   seitens   der   Jugend   als   altmodisch   und   uncool   abgetan,   vielmehr   werden   Egoismus   und Ellbogen-Mentalität    als    erfolgreich    in    allen    Medien    propagiert    und    verherrlicht.    Es    wäre    wichtig    und wünschenswert,   dass   beiden   Kompetenzen   der   gleiche   Stellenwert   zugedacht   wird.   Bisher   jedoch   wird Soziale     Kompetenz     wie     eine     Geheimwissenschaft     behandelt,     aber     nicht     (mehr)     an     die     Jugend weitergegeben! Nun   lässt   sich   soziale   Kompetenz   nicht   erlernen   wie   ein   Schulfach,   man   muß   sie   erfahren   und   vorleben. Denn   die   Jugend   tut   das   was   sie   sieht   und   hört,   sie   ahmt   nach.   Dieselbe   Generation,   die   glaubt,   die   Jugend hört   und   sieht   nicht,   weiß   nicht,   dass   sie   das,   was   sie   vermitteln   will,   erst   einmal   vorgelebt   werden   muß, damit   es   glaubhaft   wird!   Aber   Eltern   meinen,   dies   sei   Aufgabe   der   Kita   und   der   Schule,   und   umgekehrt. Erziehung   aber   findet   in   allererster   Linie   in   der   Familie   statt   –   oder   eben   häufig   nicht.   Und   Arbeitgeber nehmen halt, was sie bekommen, und bejammern weiterhin fleißig die Defizite ihrer Mitarbeiter. Dank   Internet   und   Google   haben   wir   es   inzwischen   leichter,   uns   mit   diesen   Defiziten   auseinander   zu   setzen. Diese   Begriffe   sind   nun   definiert   und   man   könnte   sie   diskutieren   und   vermitteln.   Vieles   tut   die   Verbindung schon,    ohne    es    konkret    zu    benennen    (siehe    §    5    unserer    Satzung).    Es    wäre    einen    Versuch    wert, herauszufinden,    wo    wir    noch    defizitär    sind    und    was    wir    tun    können.    Es    läge    nun    also    an    uns,    den Verbindungen,    diese    Defizite    aufzugreifen    und    zu    einer    unserer    Hauptaufgaben    zu    machen,    diese Kompetenzen zu leben, zu vermitteln bzw. zu ergänzen. Die   sicher   von   außen   her   gestellten   Fragen,   “was   wir   eigentlich   so   tun”   oder   “was   ist   bei   euch   anders” könnten   wir   ergänzen,   indem   wir   hervorheben,   dass   wir   als   Studentenverbindung   ”Soziale   Kompetenz” pflegen und leben. Hiermit   haben   wir   als   Studentenverbindung   die   Chance,   aus   Studenten   nicht   nur   Fachidioten,   sondern lebenstaugliche   und   gesellschaftsfähige   Mitglieder   unserer   Gesellschaft   zu   machen   –   und   uns   Altvorderen kann der Umgang mit diesem Thema auch nichts schaden.
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